Am besten sollte die Nahrungsaufnahme auf mehrere
Mahlzeiten verteilt werden. Wie viel Eiweiß und Salz die Nahrung
enthalten darf und wie viel Flüssigkeit erlaubt ist, sollte der Arzt im
Einzelfall festlegen. Manchmal ist eine Substitution von Vitaminen und
Mineralstoffen erforderlich. Eine Beratung bekommt man durch den Arzt,
Diätassistenten und durch Diätbücher.
EIWEIßZUFUHR
Die Eiweißzufuhr sollte 1,2 g pro kg KG pro Tag betragen, wenn keine
andere ärztliche Anordnung gilt. Eine Einschränkung der Eiweißzufuhr
kann vorübergehend notwendig werden, wenn eine diätetisch ausgelöste
Enzephalopathie (Hirnleistungsstörung) eintritt.
SALZZUFUHR
Eine Neigung zu Wassereinlagerung in Beine und Bauchraum kann es
erforderlich machen, die Kochsalzzufuhr einzuschränken (ca 3g/d). Der
normale Salzgehalt des Essens reicht für den Körper aus, so dass
zusätzliches Salzen unbedingt zu unterlassen ist. Vermieden werden
müssen: Käse, Wurst, Schinken, Brühwürfel, Gepökeltes und Geräuchertes,
gesalzene Backwaren, salzreiche Mineralwässer u.a. salzreiche
Nahrungsmittel.
FLÜSSIGKEITSZUFUHR
Sie ist nur für den Fall einzuschränken, dass die Behandlung von Aszites
durch Kochsalzrestriktion nicht ausreicht und im Blut eine Hyponatriämie
eintritt. Dann sollten nicht mehr als 1,2 oder nur 1,0 l Flüssigkeit pro
Tag aufgenommen werden. Die Salzkonzentrationen im Blut müssen durch den
Arzt ständig kontrolliert werden.
VITAMINE UND SPURENELEMENTE
Man kann - auch ohne teure laborchemische Überprüfung - davon ausgehen,
daß bei den meisten Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose ein
Mangel an Magnesium, Zink und Vitamin A eintritt. Über die Nahrung
werden diese nicht ausreichend aufgenommen und so muß durch
entsprechende Medikamente nach Verordnung durch den Arzt substituiert
werden. Das gleiche gilt für Vitamin D und Kalzium zur Knochenstärkung.
Bei Alkoholkranken kann besonders die Substitution von Vitamin B1 und B6
notwendig werden. Auch Vitamin E sollte sinnvollerweise substituiert
werden, besonders bei M. Wilson, Hämochromatose und Abetalipoproteinämie.

Referenzen:
- Z. Gastroenterol. (Suppl. 5) 1996
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